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Bewertung, VW-Qualität und Kundenservice

Die Ausgangslage

Mit meinem VW Golf VI hatte ich nach viereinhalb Jahren ein Problem mit der Klimaanlage. Sie kühlte nicht mehr. Beim VW-Händler stellte man fest, dass die Anlage leer war. Es wurde also neu aufgefüllt und ein "LECKZUSATZ" zugefüllt. Kosten: 138,77 Euro. Nach vier Wochen gab es wieder keine Kühlung. Die Anlage war wieder leer. Durch den "LECKZUSATZ" wurde die undichte Stelle schnell gefunden. Es war der Druckschalter. Genauer gesagt war das Gewinde des Druckschalters das Problem. Durch Kontaktkorrosion kam es zur Undichtheit. Kosten nun: 541,95 Euro. Zusammen also 680,72 Euro.

Das nach gerade einmal viereinhalb Jahren solch ein Schaden auftritt, ist nur durch mangelhafte Validierung möglich, bzw. die Validierungstests zeigten Hinweise auf dieses Problem, aber diese Hinweise wurden ignoriert. Da ich selbst viele Jahre als Entwickungsingenieur auch mit Validierungstests beschäftigt war, weiß ich was für Schindluder hier oft getrieben wird. Ich finde es unannehmbar, dass Kunden für solche Mängel zahlen müssen.

Die Reaktion

Erstaunt war ich, dass mein VW-Händler mir mitteilte, dass von Seiten VW keine Kulanz geboten wird. Also wendete ich mich am 01.06.2015 per Kontaktformular direkt an VW. Da auch nach zwei Wochen keinerlei Feedback kam, sendete ich am 15.06.2015 eine E-Mail an volkswagen-online@volkswagen.de, in der ich dezidiert nach einem Feedback auf meine erste Kontaktanfrage bat. Antwort: Fehlanzeige. Am 23.06.2015 schickte ich einen Brief per Einschreiben an Prof. Dr. Martin Winterkorn persönlich. Am selben Tag wurde ein Brief von einer Sachbearbeiterin an mich gesendet. Darin hieß es, dass man prüfe, inwieweit man mir entgegenkommen könne. Am 07.07.2015 bekam ich einen Anruf von einem Mitarbeiter von VW. Dieser bezog sich auf mein Schreiben an Herrn Prof. Dr. Winterkorn, und erklärte dass man an einer Kulanzlösung arbeite. Ich würde in den nächsten Tagen von meinem VW-Händler diesbezüglich kontaktiert. Am 09.07.2015 kontaktierte ich erneut den Mitarbeiter von VW, da bis dato kein Kontakt seitens meines VW-Händlers aufgenommen wurde. Der VW-Mitarbeiter sagte mir zu, dass ich spätestens am 10.07.2015 von meinem VW-Händler kontaktiert würde. Am 13.07.2015 wurde ich dann von meinem VW-Händler kontaktiert: ich erhielt eine Gutschrift über 106,26 Euro. Nach meinem Ärger fühle ich mich nun noch verhöhnt! Die schlampig durchgeführte Validierung, bzw. das Ignorieren entsprechender Fehlerhinweise im Validierungsprozess, kosteten mich nun 574,76 Euro (680,72-106,26). Auch ärgerlich: In meinem Brief an Prof. Dr. Martin Winterkorn stellte ich folgende Fragen: Halten Sie so ein Verhalten für angemessen? Ist es die offizielle VW-Linie, auf Kundenanfragen nicht zu reagieren? Wie ist Ihre Stellungnahme zum Sachverhalt des aufgetretenen Schadens? Hat VW wirklich einen so geringen Qualitätsanspruch? Diese Fragen wurden mir bis zum heutigen Tag nicht beantwortet.

Mein Fazit

Wie kann ein Prof. Dr. Martin Winterkorn für sich eine Bezahlung von 16 Mio. Euro Jahresgehalt beanspruchen, und gleichzeitig für solch eine miese Qualität verantwortlich zeichnen? Würde er auf die 14 bis 15 Mio. die er zuviel bekommt verzichten, könnte mit diesem Geld die Qualität wesentlich verbessert werden.

Bilder, für die sich die Verantwortlichen schämen sollten

Schalter

 

schadhaftes Gewinde

 

zerfressene Gewindegänge